2016

Mai

01
Informationen zum FAS jetzt auch hier: http://www.erziehungsbuero.de/mediathek/publikationen/fasd-fachtagung-2015/

April

26
Jugendliche und junge Erwachsenen mit FAS geraten oft in Gesetzeskonflikte, ganz überwiegend als Mitläufer oder auch, weil sie Konsequenzen eigenen Handelns nicht erfassen können. Manchmal werden sie auch falsch beschuldigt. Vor Gericht ergeben sich regelhaft u.a. zwei Schwierigkeiten: das FAS ist nicht bekannt und das Verhalten des FAS-Patienten vor dem richter wird als frech und uneinsichtig interpretiert.
Wir suchen für unsere Studie "FAS und Justiz" Eltern oder Betreuer, deren Kind mit FAS vor Gericht stand oder steht, die wir zu ihren Erfahrungen befragen wollen. Interessierte melden sich bitte hier: reinhold.feldmann@ukmuenster.de

 
9
Die FAS-Ambulanz in Walstedde startet eine Spiel- und Kreativgruppe für Kinder mit FAS. Ziele der Gruppenarbeit sind u.a. Verbesserung von sozialer Kompetenz und Selbstwertgefühl der Kinder. Termin: Montags 16.30 bis 18.00. Anmeldung: info@tagesklinik-walstedde.de

März

28
Neue Leitlinien für pFAS und ARND:
Die Leitlinienkommission (AWMF) hat nach den Leitlinien für das FAS nun auch Leitlinien für pFAS und ARND auf den weg gebracht (Näheres hier unter "Diagnostik").
Erfreulich im gesamten Prozess der Leitliniengestaltung war die Begrenzung auf  nachvollziehbare Kriterien, wie sie seitens der FAS-Ambulanz stets schon genutzt wurden. So bleibt auch nach den neuen Leitlinien für die diagnose von ARND verbindlich, dass die vorgeburtliche Alkoholexposition bekannt sein muss. Bei pFAS muss sie laut Leitlinie bekannt oder wahrscheinlich sein - hier hat die FAS-Ambulanz bislang die eigene diagnostische Strenge (wie bei ARND) bevorzugt. Insgesamt ist zu sagen, dass die neuen Leitlinien den strengen Diagnosektriterien der FAS-Ambulanz sehr nahekommen und entsprechend in der sicheren Diagnose der FASD sehr hilfreich sein werden.
Für die Leitlinienerstellung ist allen Mitgliedern herzlich zu danken, namentlich genannt seien Dr. Landgraf, Prof. Heinen (Sekretariat, Organisation), Prof. Kopp (AWMF) und Dr. Nothacker (kritische Evidenzbewertung).


01
Der Hof Seggert in Ochtrup (nahe Münster) hat eröffnet. Im Hof Seggert hat die Wohngruppe acht Plätze für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, etwa die Hälfte der Plätze ist für Bewohner mit FAS vorgesehen. Das Team um Ralf Neier (Eylarduswerk) hat sich zuvor intensiv mit dem FAS befasst, man kann nun sicherlich von einer besonderen Wohngruppe sprechen.
Geplant sind ab Ende 2016 weitere fünf Plätze für junge Erwachsene mit FASD (sog. Trainingsbereich).

2015

Oktober

28
"Alkohol in der Schwangerschaft" - Anhörung im Landtag NRW, Düsseldorf. Vorgestellt wurden u.a. die Präventionsbroschüren  "Verantwortung von Anfang an" und die Präventionsstudie in Braunschweig (Kroschke-Stiftung u. Stadt Braunschweig).

Juli

6

Inzwischen liegen Zahlen zu den Kosten vor, die das FAS in NRW verursacht:
Nach unserer Studie entstehen in NRW durch das FAS pro Kind jährliche Kosten in Höhe von €32237,-  Basis dieser Berechnung sind die in NRW anfallenden Mehrkosten, die etwa durch besondere Wohnsituationen (Kind in Pflegefamilie oder Heimeinrichtung), besondere Ausbildungssituationen (Kind in Förderkindergarten, Förderschule) und besondere medizinische Versorgung (Therapien, Medikation) entstehen und sich von den Kosten, die ein gesundes Kind verursacht, abheben. Kosten"träger" sind u.a.die Jugendhilfe und die Krankenkassen.
In NRW leben 3104799 Kinder (Stand 2013, Quelle: it.nrw.de), davon haben 9408 ein FAS (Prävalenz 1/330 nach Nordhues et. al. 2013). Demnach entstehendurch das FAS in NRW jährliche Mehrkosten in Höhe von €303285969,- pro Jahr, also ca. 303 Millionen Euro. Über die gesamte Kindheit (Alter 1-18 Jahre) sind das in NRW Kosten in Höhe von €5459142528,-, also knapp 5,5 Milliarden Euro.
Es geht dabei um durchweg vermeidbare und durch koordinierte Prävention senkbare Kosten.

2014


September


23
In Zusammenarbeit mit der Rheinischen FH in Köln entstand ein Informationsblatt, das kurz und klar die wichtigsten sozialrechtlichen Fragen behandelt, die Eltern mit einem vom FAS betroffenen Kind angehen.



 

März

11

Präsentation der Ergebnisse der Braunschweiger Studie


„Das Fetale Alkoholsyndrom – Wissens-, Erfahrungs- und Bedarfserfassung in Braunschweig“

gefördert durch:

Wichtige Institutionen der Braunschweiger Versorgungsstruktur für Kinder (Hebammen, Schwangerschaftsberatung, Frühförderung, Kindertagesstätten, Schulen, Erziehungsberatung, Jugendamt, Gesundheitsamt, Sucht- und Drogenberatung) haben im vergangenen Jahr an der durch die Kroschke-Kinderstiftung geförderten Studie „Das Fetale Alkoholsyndrom – Wissens-, Erfahrungs- und Bedarfserfassung in Braunschweig“ teilgenommen.
Im ersten Teil der Studie zeigten sich institutionsabhängige Unterschiede im Wissens- und Erfahrungsstand der Fachkräfte. Der bestehende Bedarf an Informationen konnte durch die entwickelten und zur Verfügung gestellten Materialien gut gedeckt werden. Im zweiten Teil der Studie zeigte sich unter anderem ein erhöhtes Kompetenzgefühl der Fachkräfte bei der Aufgabe, zu dem Thema Alkohol und Schwangerschaft zu beraten. Das Projektjahr 2013 konnte demnach überaus erfolgreich abgeschlossen werden.
Der Stadt Braunschweig stehen nun acht auf die Institutionen zugeschnittene Broschüren und eine Internetseite zur Verfügung, die von den Fachkräften in Braunschweig dauerhaft genutzt werden können.
http://www.presse-service.de/data.cfm/static/875672.html und braunschweig-hilft.de 

2013

Der "FAS-Erste-Hilfe-Koffer" ist in der zweiten Auflage für €49,99 im Buchhandel und bei www.schulz-kirchner.de erhältlch.